Indikationsbereiche und Durchführungsbestimmungen

Rehabilitationssport unterstützt Menschen mit den unterschiedlichsten gesundheitlichen Einschränkungen dabei, wieder aktiver, belastbarer und selbstständiger am Alltag teilzuhaben. Die Angebote richten sich an verschiedene Indikationsbereiche – von orthopädischen Erkrankungen über Herz- und Lungenerkrankungen bis hin zu neurologischen, psychischen oder onkologischen Krankheitsbildern. Gemeinsam mit qualifizierten Übungsleitenden fördern die Teilnehmenden ihre Gesundheit, stärken ihre körperlichen Fähigkeiten und gewinnen neue Lebensqualität durch Bewegung in der Gruppe.

 

Für nahezu jede gesundheitliche Herausforderung gibt es passende Rehabilitationssportangebote.

Mindmap zu medizinischen Fachgebieten mit verschiedenen Erkrankungen, kategorisiert in spezifische Bereiche.

Gruppengröße und Dauer der Übungseinheiten

Hauptindikation max. Gruppengröße Dauer ÜE
Allgemeiner Rehabilitationssport 15 TN 45 Min.
Sport in Herzgruppen 20 TN 60 Min.
Sport mit schwerstbeh. Erwachsenen 7 TN 45 Min.
Sport in Kinderherzgruppen -- --
Rehabilitationssport im Wasser 15 TN 45 Min.
ÜzSdS 12 TN 45 Min.
Rehabilitationssport für Kinder 10 TN 45 Min.
Rehabilitationssport für Kinder im Wasser 10 TN 45 Min.
Sport mit schwerstbehinderten Kindern 5 TN 45 Min.
Sport in Herzinsuffzienzgruppen 12 TN 60 Min.

Rehabilitationssportarten

Im Rahmen der Anerkennung muss für jede Gruppe eine Rehabilitationssportart angegeben werden. Folgende Rehabilitationssportarten stehen zur Auswahl:

  • Gymnastik (auch im Wasser)
  • Ausdauer- und Kraftausdauerübungen
  • Schwimmen
  • Bewegungsspiele

Die meisten Gruppen beziehen sich auf die Rehabilitationssportart „Gymnastik“ bzw. „Gymnastik im Wasser“, da so die Kompatibilität zur Angabe auf den Verordnungen (GKV und DRV) sichergestellt wird. Zusätzlich zu den obigen Sportarten können geeignete Übungsinhalte anderer Sportarten wie Judo, Karate oder Entspannungstechniken in die Übungseinheiten integriert werden, sofern das Ziel des Rehabilitationssport berücksichtigt wird.

Grundsätzlich sind im Rehabilitationssport alle Sportarten ausgeschlossen, bei denen eine erhöhte Verletzungsgefahr oder andere gesundheitliche Risiken entstehen.


Räumliche Voraussetzungen

Grundsätzlich muss die Übungsstätte den Anforderungen des Rehabilitationssport genügen. Dabei gibt es härte und weichere Vorgaben. Die wichtigste Orientierung stellt die mindestens erforderliche Nettofläche dar. Handelt es sich bspw. um einen kleinen Bewegungsraum mit einer Nettofläche von 50m², kann die Gruppe nur mit maximal 10 TN durchgeführt werden:

Angebote an Land:                         mind. 5m² pro TN (Nettofläche)

Angebote im Wasser:                     mind. 3m² pro TN (Nettofläche)

 

Umkleidemöglichkeiten und sanitäre Einrichtungen sollten in unmittelbarer Nähe zum Bewegungsraum vorhanden sein. Eine ausreichende Belüftung, egal welcher Form, ist eine weitere Grundvoraussetzung.

 

Nach Ziffer 7.3 der Rahmenvereinabrung kann der Rehabilitationssport ebenfalls auf geeigneten Flächen im Freien stattfinden. Ob eine Fläche geeignet ist, richtet sich nach den Bedürfnissen der betreuten TN und der jeweiligen Zielsetzung der Angebotsform. Hierzu muss das Einverständnis der Teilnehmenden eingeholt werden.